Graubünden: Polizei trainiert mit Taser – modernes Einsatzmittel verlangt Schulung

Technische Einsatzmittel entwickeln sich stetig weiter und wir uns mit ihnen. 

Wie hier in der Taser-Schulung, bei der der Getroffene mehr als authentisch zu Boden geht.



Was ist ein Taser?

Ein Taser ist ein sogenanntes Elektroimpulsgerät. Es verschiesst aus kurzer Distanz zwei kleine Elektroden, die über dünne Drähte mit dem Gerät verbunden bleiben. Treffen beide Elektroden eine Person, können elektrische Impulse kurzzeitig die Kontrolle über die Muskulatur beeinträchtigen. Dadurch kann eine gefährliche Person vorübergehend handlungsunfähig werden und von der Polizei gesichert werden.

Solche Geräte gelten als polizeiliche Zwangsmittel und kommen nicht beliebig zum Einsatz. Entscheidend sind die konkrete Gefährdung, die Verhältnismässigkeit und die jeweilige Einsatzsituation. Taser können insbesondere dann eine Option darstellen, wenn eine Person erheblichen Widerstand leistet oder eine akute Gefahr besteht.

Die Schulung ist deshalb zentral: Polizistinnen und Polizisten trainieren nicht nur die technische Bedienung, sondern auch Entscheidungsfindung, Einsatzdistanz, Sicherheit und das Verhalten nach einem Einsatz. Auf Bundesebene werden solche Geräte als Destabilisierungsgeräte bezeichnet; ihr Zweck besteht unter anderem darin, in geeigneten Situationen den Einsatz stärkerer Zwangsmittel vermeiden zu können.


 

Quelle: Kantonspolizei Graubünden (bearbeitet von Polizei.news-Redaktion)
Bildquelle: Printscreen Video Kantonspolizei Graubünden